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Der Titelkampf von Angelo Peña am 3. April im Stadttheater Bern gewinnt zusätzlich an Gewicht. Neben seinem WBO Intercontinental Titel steht neu auch der IBF Intercontinental Titel auf dem Spiel. Damit wird das Duell im Superfedergewicht gegen den Spanier Salvador Jiménez zu einer Titelvereinigung auf interkontinentaler Ebene.

Dass die IBF den vakanten Titel für diesen Kampf zugesprochen hat, wertet Strupler, Organisator des Kampfes, als starkes sportliches Signal. «Das unterstreicht die Qualität dieses Duells und bringt zusätzliche internationale Aufmerksamkeit. Ich glaube nicht, dass je ein Schweizer Boxer gleichzeitig um zwei so bedeutende Titel gekämpft hat.»
Für Peña eröffnet sich damit eine doppelte Chance. Der Berner ist die Nummer 6 der Weltrangliste der World Boxing Organization (WBO). Bei der International Boxing Federation (IBF) ist er bisher nur im Intercontinental-Ranking gelistet. Peña könnte mit einem Sieg in zwei Weltranglisten gleichzeitig entscheidend vorankommen.
Bewegung an der Weltspitze
Spannend ist die Situation auch an der Weltspitze in Peñas Gewichtsklasse. Emanuel Navarrete hält sowohl den WBO- als auch den IBF-Weltmeistertitel. Navarrete strebt möglicherweise eine weitere Vereinigung mit einem Kampf gegen WBC-Weltmeister O’Shaquie Foster an, der wie er beim US-Promoter Top Rank unter Vertrag steht. Dem im Wege steht die von der WBO auferlegte Pflichtverteidigung gegen den Ranglistenersten Charly Suárez. Auch ein Wechsel Navarretes in die nächsthöhere Gewichtsklasse ist möglich. Der Mexikaner war, bevor er den Titel im Superfedergewicht gewann, bereits Weltmeister im Superbantamgewicht und im Federgewicht.
Strategischer Schritt für Peñas Karriere
Für Peña kommt der zusätzliche Titelkampf deshalb zum richtigen Zeitpunkt. «Angelo wird ungeduldig, er will in diesem Jahr unbedingt im Ausland boxen», sagt Peñas Promoter Leander Strupler. «Trotz vieler Gespräche fehlt bisher das konkrete Angebot aus dem Ausland. Mit diesem Titel will ich seine Chancen nochmals deutlich verbessern. Es ist eine grosse Investition meinerseits in seine Karriere.»
Für Peña bedeutet das: Am 3. April geht es nicht nur um eine erfolgreiche Titelverteidigung, sondern um einen wichtigen Schritt Richtung Weltspitze. Zwei Gürtel. Zwei Rankings. Und eine grosse Gelegenheit, sich im internationalen Titelrennen noch besser zu positionieren. Sein Ziel für dieses Jahr formuliert Peña kurz und klar: «Ein spektakulärer Sieg im Stadttheater und danach ein Kampf in den USA.»